Jörg Hempel: ohne Titel (2012) 3

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Foto-Information

Kurzkonzept „Xperiment“ Digitale Solarisationen

Grundlage für diese Bilder waren Abstrakte Architekturmotive, die durch gezielte technische Manipulation bei der digitalen Aufnahme verfremdet wurden. Auswirkung und Grad der Verfremdung liessen sich dabei nur bedingt beeinflussen, was bei diesem Verfahren die digitale Fotografie an die analoge Fotografie annähert.

Daher habe ich dieses Verfahren auch „digitale Solarisation“ genannt, in Anlehnung an die sogenannten „Pseudo-Solarisation“, einem Dunkelkammerprozess aus der analogen Fotografie, bei dem das bereits belichtete und im Entwicklerbad befindliche Foto nochmals dem Licht ausgesetzt wird. Dabei entsteht eine teilweise Umkehr der Helligkeiten, dieser Prozess ist zufällig und vom Fotograf nur teilweise beeinflussbar. Berühmte Beispiele stammen z. B. von Man Ray.

Bei der digitalen Solarisation wird der Sensor, der das Bild aufnimmt, in dem Moment, da er bereits mit dem Auslesen der Aufnahmedaten begonnen hat, ein weiteres Mal dem Licht ausgesetzt. Dabei entwickeln sich ähnliche Abstraktionseffekte wie in der analogen Dunkelkammer.

Jörg Hempel, 2017





Foto-Details


Fotograf: Jörg Hempel
Datum: 2012

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